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Interreligiöses Lehr- und Lernhaus

Innerhalb der Religionen ist in den letzten Jahrzehnten die Debatte um Geschlechtergerechtigkeit geführt worden. Sie hat sich gesamtgesellschaftlich vor allem an der Kopftuchdebatte manifestiert, ohne dass diese befriedigend und mit dem Blick auf alle Religionen weitergeführt worden wäre. Frauen übernehmen in allen Religionen Verantwortung, sei es in der Bildung, sei es in Leitungspositionen. Dennoch stellen sie in diesen Bereichen nach wie vor eine Minderheit dar. Geschlechtergerechtigkeit ist in allen Religionen noch zu verwirklichen. Die besondere Position von Frauen ermöglicht ihnen allerdings auch einen multiperspektivischen Blick auf gesellschaftliche und religiöse Wirklichkeiten, der für einen Dialog innerhalb und quer zu den bestehenden Strukturen von Vorteil ist.

Das „Interreligiöse feministische Lehr- und Lernhaus“ wird einen Lernraum für den interreligiösen Dialog schaffen, der sich über Modellprojekte und wissenschaftlich ausgewertetes Bildungsmaterial in die gesellschaftliche Öffentlichkeit ausbreiten wird. Es fußt auf den Erfahrungen des Ersten interreligiösen feministischen Lehr- und Lernhauses, durchgeführt vom FSBZ und dem Zentrum für Islamische Frauenforschung und –förderung (ZIF) 2006 – 2008.

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