Initiative tempo!
Kirche feministisch gestalten
Kirche zukunftsfähig zu gestalten ist das Ziel, das die Initiative tempo! verfolgt.
• Ergebnisse geschlechterbewusster Forschung
• Forderungen der Gleichstellungspolitik
• Feministisch-theologische Themen
Jetzt ist es an der Zeit, die Vielfalt an Erkenntnissen, Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln, um voneinander zu profitieren! Dazu bieten wir allen, die im Bereich Feministische Theologie, Bildung, Frauen- und Männerarbeit, Genderforschung und Gleichstellungspolitik in der Kirche engagiert sind, ein Vernetzungstreffen in Form eines Open Space. Alle wissen: Die besten Gespräche finden oft abseits einer festgelegten Agenda statt – in den Pausen. Open Space macht daher die Pause gezielt zum Programm.
• Nutzen Sie die Chance, für Ihr Projekt zu werben und Unterstützung, Anregungen und Feedback zu erhalten.
• Lernen Sie unter professioneller Anleitung und Begleitung mit Open Space eine kreative Methode zur Weiterentwicklung von Ideen kennen.
Nächstes Vernetzungstreffen: 14.-16. Juni 2012 im FSBZ in Hofgeismar.
Eine Initiative des Frauenstudien- und -bildungszentrums in der EKD (FSBZ) und des Verbands Evangelischer Frauen in Deutschland e.V. (EFiD)
Erfolgsprojekte der Initiative tempo!
- Vernetzung der Frauenmahle: www.frauenmahl.de
- Kraftvoll über alle Maßen. CD: Texte und Lieder zur feministischen Theologie und Spiritualität
- Feministische Theologie. Initiativen, Kirchen, Universitäten – eine Erfolgsgeschichte, Gütersloh 2008.
- Projektideen rund um die Bibel in gerechter Sprache
Die Initiative tempo! will erreichen:
- dass Feministische Theologie und theologische Frauen- und
Geschlechterforschung in der theologischen Ausbildung an Universitäten
und kirchlichen Bildungseinrichtungen einen zentralen Platz erhalten.
- dass feministisch-theologische Methoden und Inhalte im universitären
Bereich in der kirchlichen Ausbildung, Fort- und Weiterbildung verankert
werden.
- dass theologische Arbeit, die Frauenerfahrungen und die Differenz der
Geschlechter in den Blick nimmt, mit den finanziellen und personellen
Ressourcen ausgestattet wird, die eine verantwortungsvolle,
kontinuierliche Bildung und Lehre sowie eine internationale
wettbewerbsfähige Forschung ermöglichen.
- dass Erfahrungen von Frauen dauerhaft ein Ort und eine Stimme gegeben wird.
Zukunftsperspektiven – Forderungen der Initiative tempo!
- Feministische Theologie und theologische Frauen- und
Geschlechterforschung müssen in der theologischen Ausbildung an
Universitäten und kirchlichen Bildungseinrichtungen einen zentralen
Platz erhalten.Feministische Studien- und Bildungsarbeit braucht in der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) dauerhaft einen Ort, das Frauenstudien- und
-bildungszentrum in der EKD (FSBZ) sollte weiter ausgebaut, finanziell
und personell besser ausgestattet werden.
-
Die kirchliche Gleichstellungsarbeit darf auch angesichts der
abnehmenden finanziellen Leistungsfähigkeit der Kirchen nicht
eingeschränkt werden.
- Kirchliches Qualitätsmanagement muss die Gender-Perspektive als
zentralen Qualitätsfaktor für kirchliches Handeln berücksichtigen.
Kirchen sollten in ihren Finanzplänen Gesichtspunkte des
Gender-Budgeting anwenden.
- Feministisch-theologische Impulse zum Gottesdienst sollten verstärkt
in die Arbeit der Gottesdienststellen der Landeskirchen integriert und
die Agenden aufgenommen werden.
- Die derzeit von Landeskirchen eingerichteten Stellen für Feministische
Theologie an den kirchlichen Hochschulen sollten erhalten und
ausgebaut, weitere eingerichtet werden.
- Feministische Theologie bzw. theologische Frauen- und
Geschlechterforschung sollte in die Prüfungsordnungen aller
Landeskirchen aufgenommen werden.
- Der Frauenanteil in den Professuren (zurzeit ca. 7-12% an deutschen
theologischen Fakultäten und Fachgebieten) sollte auf 50% erhöht werden.
- Eine an Menschenrechten orientierte Gleichstellung der Geschlechter in
den Religionsgemeinschaften muss innerhalb dieser Gemeinschaften und im
interreligiösen Dialog auf die Tagesordnung gesetzt werden. Dazu gehört
die gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen und Männern, einschließlich
feministischer Wissenschaftlerinnen und Expertinnen auf allen Ebenen
religiöser und interreligiöser Organisationen.
- Interreligiöse Fraueninitiativen, die motivierten Frauen aller
Religionen Möglichkeiten bieten, einen wichtigen Beitrag zu religiöser,
kultureller und sozialer Verständigung in einem Europa der Differenz und
Vielfalt zu leisten, müssen mit finanziellen, personellen und
räumlichen Mitteln gefördert werden.