• Junge Frauen sind selbstbewusster denn je.
• Junge Frauen wollen beides: Beruf und Familie.
• Junge Männer wollen beides: Beruf und Familie.
• Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht in der Regel zu Lasten von Frauen.
• Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, z.B. durch einen geringeren Verdienst.
• Männer wünschen sich mehr Teilzeitmöglichkeiten, um am Familien- und Erziehungsleben mehr teilzuhaben.
• Gesellschaftliche Verhältnisse und Ungerechtigkeiten kann nicht jede und jeder individuell verändern bzw. bewältigen.
• Junge Menschen entwickeln eigene kulturelle und politische Formen, um gemeinsam etwas zu verändern.
Diese Thesen werden unter dem Label „Neuer Feminismus“ über die Generation von jungen Erwachsenen derzeit in den Medien und in Publikationen von jungen Frauen diskutiert.
Wir nehmen ein neues Interesse an geschlechterpolitischen Fragen wahr.
Darin ist eine Vision enthalten, in der es letztlich um die gleichwertige Verteilung von Lebenschancen und Wahlfreiheit im Bezug auf Lebensmodelle geht. Dies bezieht sich insbesondere auf die gerechte Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit.
Wir erleben in Kontrast zu dieser Vision eine andere Realität. Auf dem Arbeitsmarkt besteht weiterhin eine Geschlechterhierarchie, die u.a. eine geringere Bezahlung, schlechtere Aufstiegschancen und schlechtere Alterssicherung für Frauen zur Folge hat. Im Privatleben endet für viele Paare die egalitäre Verteilung von Hausarbeit mit der Familiengründung.
Wir suchen das Gespräch und möchten wissen:
• Wie junge Frauen und Männer zu diesen Thesen stehen,
• Wie diese Einstellungen in ihrer Lebensrealität zum Tragen kommen,
• Was sie brauchen, um ihre Visionen zu leben,
• Wie wir sie in der Umsetzung ihrer Visionen unterstützen können.
Als Institutionen im Bereich von Bildung und Politik im evangelischen Kontext sind wir der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern verpflichtet. Wir verfügen über Infrastrukturen, Netzwerke und Kompetenzen, die wir für ein gemeinsames Handeln für mehr Lebensqualität von Frauen und Männern einsetzen möchten.
Wir möchten einen Raum eröffnen für alle denkbaren Formen von Beiträgen und Aktionen zur Auseinandersetzung mit den genannten Thesen: z.B. durch Filme, Fotos, Webblog, Internetforen, dokumentierte Interviews, Texte, Gedichte, Montagen, Kunst, Performances, dokumentierte Erzählcafés etc. Dies gilt für Studierende, Auszubildende, Schulklassen, Jugendgruppen, Frauen- oder Männergruppen und Interessierte.
Zeitschiene: Im Sommer 2010 werden die Ergebnisse der Teilnehmenden öffentlich vorgestellt und diskutiert.
Wir laden Sie herzlich zur Mitarbeit ein!
Eine Einrichtung des Comenius-Instituts im Arbeitsbereich Gender / www.comenius.de

