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Die Initiative tempo! zur Institutionalisierung Feministischer Theologie


Unter dem Motto: „Theologie braucht eine geschlechtergerechte Perspektive“ finden seit 2002 alle zwei Jahre Symposien der Initiative tempo! zur Institutionalisierung Feministischer Theologie am Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD statt.
Die Symposien dienen der Vernetzung und strategischen Planung. Hier werden feministische Einzelinitiativen, Projekte und bestehende Formen der Institutionalisierung zusammengeführt. Die Initiative sorgt für die Präsenz ihres Anliegens in der kirchlichen und außerkirchlichen Öffentlichkeit.

Die Initiative tempo! will erreichen:


• dass Feministische Theologie und theologische Frauen- und Geschlechterforschung in der theologischen Ausbildung an Universitäten und kirchlichen Bildungseinrichtungen einen zentralen Platz erhalten.
• dass feministisch-theologische Methoden und Inhalte im universitären Bereich in der kirchlichen Ausbildung, Fort- und Weiterbildung verankert werden.
• dass theologische Arbeit, die Frauenerfahrungen und die Differenz der Geschlechter in den Blick nimmt, mit den finanziellen und personellen Ressourcen ausgestattet wird, die eine verantwortungsvolle, kontinuierliche Bildung und Lehre sowie eine internationale wettbewerbsfähige Forschung ermöglichen.
• dass Erfahrungen von Frauen dauerhaft ein Ort und eine Stimme gegeben wird.


Zukunftsperspektiven –

Forderungen der Initiative tempo! zur Institutionalisierung Feministischer Theologie


• Feministische Theologie und theologische Frauen- und Geschlechterforschung müssen in der theologischen Ausbildung an Universitäten und kirchlichen Bildungseinrichtungen einen zentralen Platz erhalten.
• Feministische Studien- und Bildungsarbeit braucht in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dauerhaft einen Ort, das Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD (FSBZ) sollte weiter ausgebaut, finanziell und personell besser ausgestattet werden.
• Die kirchliche Gleichstellungsarbeit darf auch angesichts der abnehmenden finanziellen Leistungsfähigkeit der Kirchen nicht eingeschränkt werden.
• Kirchliches Qualitätsmanagement muss die Gender-Perspektive als zentralen Qualitätsfaktor für kirchliches Handeln berücksichtigen. Kirchen sollten in ihren Finanzplänen Gesichtspunkte des Gender-Budgeting anwenden.
• Feministisch-theologische Impulse zum Gottesdienst sollten verstärkt in die Arbeit der Gottesdienststellen der Landeskirchen integriert und die Agenden aufgenommen werden.
• Die derzeit von Landeskirchen eingerichteten Stellen für Feministische Theologie an den kirchlichen Hochschulen sollten erhalten und ausgebaut, weitere eingerichtet werden.
• Feministische Theologie bzw. theologische Frauen- und Geschlechterforschung sollte in die Prüfungsordnungen aller Landeskirchen aufgenommen werden.
• Der Frauenanteil in den Professuren (zurzeit ca. 7-12% an deutschen theologischen Fakultäten und Fachgebieten) sollte auf 50% erhöht werden.
• Eine an Menschenrechten orientierte Gleichstellung der Geschlechter in den Religionsgemeinschaften muss innerhalb dieser Gemeinschaften und im interreligiösen Dialog auf die Tagesordnung gesetzt werden. Dazu gehört die gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen und Männern, einschließlich feministischer Wissenschaftlerinnen und Expertinnen auf allen Ebenen religiöser und interreligiöser Organisationen.
• Interreligiöse Fraueninitiativen, die motivierten Frauen aller Religionen Möglichkeiten bieten, einen wichtigen Beitrag zu religiöser, kultureller und sozialer Verständigung in einem Europa der Differenz und Vielfalt zu leisten, müssen mit finanziellen, personellen und räumlichen Mitteln gefördert werden.

Logo des Comenius-Instituts Eine Einrichtung des Comenius-Instituts im Arbeitsbereich Gender / www.comenius.de

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